Bewertungstechniken für Finanzanalysten
Unternehmenswerte richtig einschätzen – das klingt manchmal komplizierter als es ist. Wir zeigen Ihnen praxisnahe Methoden, die Sie direkt anwenden können.
Unser Programm startet im September 2025 und verbindet theoretisches Fundament mit echten Fallbeispielen aus verschiedenen Branchen. Sie lernen nicht nur Formeln auswendig, sondern verstehen die Logik dahinter.
Die Teilnehmer arbeiten an realen Bewertungsszenarien und entwickeln ein Gefühl dafür, wann welche Methode sinnvoll ist. Dabei geht es weniger um perfekte Ergebnisse als um nachvollziehbare Argumentation.
Wie das Programm aufgebaut ist
Grundlagen schaffen
Wir beginnen mit den Basics – Bilanzanalyse, Cashflow-Verständnis und den wichtigsten Kennzahlen. Klingt trocken, ist aber das Fundament für alles Weitere.
- Jahresabschlüsse richtig lesen und interpretieren
- Operative und finanzielle Kennzahlen verstehen
- Branchenspezifische Besonderheiten erkennen
Bewertungsmodelle anwenden
Hier wird's konkret. DCF-Modelle, Multiples-Ansätze und weitere Methoden – Sie probieren verschiedene Wege aus und sehen, wo die Unterschiede liegen.
- Discounted Cashflow in der Praxis aufbauen
- Vergleichswerte nutzen und richtig einordnen
- Annahmen treffen und dokumentieren
Realistische Szenarien
Jetzt arbeiten Sie mit echten Unternehmensdaten. Die Herausforderung: unvollständige Informationen, unterschiedliche Ausgangssituationen und manchmal widersprüchliche Signale.
- Bewertungen für verschiedene Branchen durchführen
- Sensitivitätsanalysen erstellen und interpretieren
- Ergebnisse verständlich präsentieren
Praxisvertiefung
In der letzten Phase bearbeiten Sie komplexere Fälle selbstständig. Dabei geht es auch um kritische Fragen: Welche Methode passt wann? Wo liegen typische Fallstricke?
- Eigene Bewertungsprojekte umsetzen
- Feedback zu Ihrer Herangehensweise bekommen
- Argumentationsketten für verschiedene Zielgruppen entwickeln
Welche Methode passt zu Ihrer Situation?
Die richtige Bewertungsmethode hängt von mehreren Faktoren ab. Hier ein Denkansatz, der Ihnen bei der Orientierung hilft.
DCF-Modelle funktionieren gut, wenn Sie Trends aus der Vergangenheit ableiten können. Die Datenbasis erlaubt solide Prognosen für zukünftige Cashflows.
Vergleichswertverfahren bieten sich an. Sie orientieren sich an ähnlichen Unternehmen und deren Marktbewertungen – weniger datenintensiv aber trotzdem aussagekräftig.
Klassische Bewertungsansätze greifen hier zuverlässig. Sie können mit stabilen Margen rechnen und das Wachstum ist einigermaßen vorhersehbar.
Hier brauchen Sie flexiblere Ansätze. Szenarioanalysen helfen, verschiedene Entwicklungspfade abzubilden. Die Bewertung wird breiter gefächert sein.
Sie brauchen eine detaillierte Analyse mit klaren Annahmen. Die Bewertung sollte verschiedene Risikofaktoren berücksichtigen und transparent dokumentiert sein.
Schnellere Methoden reichen oft aus. Ein Überblick über wichtige Multiples und eine grobe Einordnung bringen Sie erstmal weiter.
Ein Beispiel aus dem Programm
Im Frühjahr 2024 haben Teilnehmer ein mittelständisches Produktionsunternehmen bewertet. Die Ausgangslage war typisch: solide Zahlen der letzten Jahre, aber unsichere Marktentwicklung.
| Aspekt | Details aus dem Projekt |
|---|---|
| Branche | Maschinenbau, spezialisierte Nischenprodukte |
| Herausforderung | Neue Wettbewerber aus Asien, gleichzeitig steigende Rohstoffkosten |
| Gewählter Ansatz | Kombination aus DCF-Modell und Vergleichswertanalyse |
| Besonderheit | Drei Szenarien entwickelt – optimistisch, realistisch, konservativ |
| Zeitaufwand | Etwa 40 Stunden über vier Wochen verteilt |
| Ergebnis | Bewertungsspanne mit nachvollziehbarer Argumentation für jedes Szenario |
Was haben die Teilnehmer dabei gelernt? Vor allem, dass es selten die eine richtige Zahl gibt. Viel wichtiger ist, wie Sie zu Ihrem Ergebnis kommen und welche Annahmen dahinterstecken.
- Annahmen müssen dokumentiert und begründet werden – sonst verliert die Bewertung ihre Glaubwürdigkeit
- Marktvergleiche funktionieren nur, wenn die Vergleichsunternehmen wirklich ähnlich sind
- Sensitivitätsanalysen zeigen, welche Faktoren den größten Einfluss haben
- Die Präsentation der Ergebnisse ist fast so wichtig wie die Bewertung selbst
Solche Projektarbeiten machen einen großen Teil des Programms aus. Sie bekommen Feedback zu Ihrer Vorgehensweise und sehen, wie andere an die gleiche Aufgabe herangehen.
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